Auf jede Frage gibt es eine Antwort

Hier finden Sie eine Sammlung an Fragen die uns öfter gestellt werden. Uns ist bewusst das das Thema Insekten als Nahrungsmittel in Europa noch auf einige Skeptik stößt. Daher sehen wir uns berufen die Menschen aufzukären. ( Text auf die schnelle geschrieben, nur als Idee)

Mehlwürmer leben schon seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte in unserer näheren Umgebung (meist unbemerkt). In dieser Zeit sind KEINE Krankheiten vom Mehlwurm auf den Menschen übergesprungen. Essbare Insektenarten (unter anderem auch Mehlwürmer) werden seit teilweise über 4.000 Jahren in Asien, Latein- und Mittelamerika und Afrika gegessen. Auch in einer zunehmenden Anzahl von EU-Ländern finden sich immer häufiger essbare Insekten auf den Tellern wieder. In Frankreich, Großbritannien, Niederlande und die Schweiz ist diese Industrie teilweise schon seit über 20 Jahre angesiedelt! Man kann also gefahrlos reinbeißen.

Mehlwürmer ernähren sich von praktisch allem was man ihnen vorsetzt. Da uns der Gesundheitszustand unserer Mehlwürmer allerdings sehr am Herzen liegt, werden Sie nur mit dem hochwertigsten Futter aus regionaler und biologischer Herkunft gefüttert. Dieses basiert vor allem auf einer Mischung aus Haferflocken und Möhren. Zu trinken erhalten Mehlwürmer nichts. Denn die wenigsten wissen, dass Mehlwürmer überhaupt nicht in der Lage sind Flüssigkeiten direkt aufzunehmen. Nahrungsmitteln wie Möhren (aber auch anderen Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Gurken) besitzen von Natur einen hohen Wassergehalt. Über den Konsum von Gemüse erhält der Mehlwurm so sein Wasser.

 

Fun Fact: es gibt in den Niederlanden ein Start-Up welches Plastik an Mehlwürmern verfüttert. Mehlwürmer haben wahrlich Potential der Klima- und Umweltkrise entgegenzuwirken 😉

Direkte Antwort: Nein.

Mehlwürmer können bei falscher Haltung und Ernährung von Pilzen, Bakterien oder Krankheiten befallen werden. Außerdem enthält ihr „Panzer“ (in der Fachsprache als Exo-Skelett bezeichnet) eine geringe Menge an Chitin (ein Protein, aus dem sich dieser Panzer bildet). Bei hoher Konzentration kann dies zu allergischen Reaktionen beim Menschen führen.

Unsere Tierhaltung, die Weiterverarbeitung der Tiere, sowie die Lagerung der Endprodukte sind primär auf Hygiene und Wohlergehen unserer Mehlwürmer ausgerichtet. Sie befinden sich in einem von der Umwelt isolierten Zuchtbereich, ihr Futter wird regelmäßig kontrolliert und ausgetauscht und der Verarbeitungsprozess sterilisiert sie.

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, schicken wir Proben unserer Produkte regelmäßig an das zuständige Landeslabor, um sie auf mögliche Kontaminationen und Schadstoffe analysieren zu lassen.

Hier setzen wir auf eine „koschere“ Methode. „Koscher“ (stammt aus dem jüdischen) wird der Prozess genannt, in dem ein Tier getötet wird, ohne dass es hierbei Schmerzen verspürt.

Wir entnehmen Mehlwürmer aus ihren Zuchtboxen und überführen sie in einen Kühlschrank der bei etwa 5°C betrieben wird. Mehlwürmer, welche zur Familie der Kaltblüter gehören, passen ihre Körperfunktion der Umgebungstemperatur an. Das bedeutet, dass sie „einschlafen“ wenn die Umgebungstemperatur gering ist. In diesem Zustand kommen sie in ein Tiefkühlfach (max. -20°C) in dem sie „entschlafen“. Anschließend lagern wir die gefrorenen Mehlwürmer weiterhin in der Tiefkühltruhe oder verarbeiten sie direkt weiter.

 

Die Weiterverarbeitung erfolgt mit einem speziellen Ofen, in dem die Mehlwürmer stark erhitzt und getrocknet werden. Abschließend überführen wir sie in eine Mahlmühle, um unser Mehl zu gewinnen.

Warum nicht? Bislang ist der Verzehr von Mehlwürmern, bzw. essbaren Insekten in Deutschland leider noch eine kulinarische Unbekanntheit. Ganz zu Unrecht wie wir finden: Mehlwürmer stehen konventionellem Fleisch in nichts nach. Sie weisen einen vergleichsweise höheren Eiweiß und Fett-Gehalt auf und sind zudem angereichert mit einer großen Bandbreite an Mikronährstoffen (B12, Eisen,…). Ein großer Pluspunkt ist zudem ihre ressourcen-schonende und schnelle Aufzucht. Trotz nur wenig Nahrung und Fläche explodiert ihre Populationsgröße. Der einzige Faktor, welcher ihren Umwelt-Fußabdruck etwas anhebt, ist das Aufrechterhalten der notwendigen „abiotischen Umweltverhältnisse“: Um Gedeihen zu können, ist eine angemessene Luftfeuchtigkeit und Temperatur notwendig (um 27°C), die wir künstlich mit einer Heiz-System gewährleisten.

 

Zusammengefasst: Mehlwürmer brauchen kaum Fläche und Nahrung. Ihre Population vermehrt sich extrem schnell und ihr Makro- und Mikronährstoffgehalt steht konventionellem Fleisch in nichts nach. Von daher die Gegenfrage: Warum nicht? 😉

 

Fragen über Fragen.

Haben Sie Ihre Antwort nicht gefunden? Kein Problem – Hakuna Matata! Schreiben Sie uns und bekommen eine individuelle Antwort.

Mit dem Absenden Ihrer Anfrage erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage einverstanden.

Unsere Datenschutzerklärung

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Nachricht wurde erfolgreich versendet. Wir beantworten Ihre Anfrage schnellstmöglich. Ihr INSECTION Team
Leider ist irgendetwas schief gelaufen. Versuchen Sie es bitte später nochmal